Workshop: "Assistenzsysteme von morgen"

Am 11.12.2013 fand in der Geschäftsstelle des Gesunden Kinzigtal in Haslach im Rahmen des BMBF geförderten Projekts SELBSTBESTIMMT UND SICHER der Workshop mit dem Titel "Assistenzsysteme von morgen" statt.

In Kooperation mit dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe wurden den Teilnehmer Ziel und Inhalt des Projekts noch einmal vorgestellt. Außerdem wurden verschiedene Technologien erläutert, die ergänzend zu dem klassischen Hausnotruf in den eigenen vier Wänden installiert werden können und somit ein längeres selbständiges Leben zu Hause ermöglichen. Die Idee ist über passive Auslöser wie "Kaffemaschine wurde morgens nicht eingeschaltet" oder "im Wohnzimmer wurde seit Stunden keine Bewegungsaktivität wahrgenommen" Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf festzustellen und an entsprechende Stellen weiterzuleiten.

Die Funktionalität der Technologien wurde von den Teilnehmern kritisch unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden gemeinsam mögliche Zielgruppen und Szenarien diskutiert und identifiziert. Wichtige Erkenntnis des Workshops war, dass ein passives unterschwelliges, verstecktes Hausnotrufsystem eine viel höhere Akzeptanz bei Anwendern und Angehörigen gewinnen könnte als möglicherweise stigmatisierende Notrufmelder am Körper. Daher werden nun die teilnehmenden Arztpraxen potentielle Probanden ausfindig machen, die ein solches innovatives Hausnotrufsystem einmal testen möchten.

Der Workshop führte zu anregenden Diskussionen.

von links nach rechts: Frau Dr. Stunder (Allgemeinmedizinerin), Herr Wetzel (Allgemeinmediziner), Frau Dr. Roth (Leitung Gesundheitsmanagement Gesundes Kinzigtal), Herr Melle (Leitung Gesundheitsmanagement Gesundes Kinzigtal), Herr Chiriac (Dipl. Informatiker FZI)